Nach dem Abschluss der Übergangsfrist für den als MiCA bekannten Kryptoregulierungsrahmen der Europäischen Union Anfang dieser Woche hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ihr Register aktualisiert. Die ESMA hat 37 neue Lizenzen für Krypto-Asset-Dienstleister genehmigt, wodurch sich die Gesamtzahl der registrierten Unternehmen auf 280 erhöht.
Zu den neu hinzugefügten Unternehmen gehört die Standard Chartered Bank. Am Montag, nachdem sie am 25.06. ihre MiCA-Lizenz erhalten hatte, kündigte die Bank an, ihre Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte in Europa durch den Erwerb sowohl der MiCA- als auch der Electronic Money Institution (EMI)-Lizenzen gestärkt zu haben.
Die EMI-Lizenz ermöglicht es Finanzinstituten, elektronisches Geld auszugeben und Zahlungsdienste zusätzlich zu Krypto-Aktivitäten anzubieten. Standard Chartered erklärte, dass der Erwerb sowohl der MiCA- als auch der EMI-Lizenzen einen wichtigen Meilenstein bei der Expansion seiner Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten in ganz Europa darstellt.
Die Bank betonte außerdem, dass dieser Schritt auf den Verwahrungsdiensten für digitale Vermögenswerte aufbaut, die sie bereits in Asien und im Nahen Osten eingeführt hat. Die in London ansässige Standard Chartered ist international tätig und für ihr breites Firmenkunden-Bankingnetzwerk in mehreren Märkten bekannt.
Neben Standard Chartered umfasst das aktualisierte Register der ESMA nun auch auf Krypto spezialisierte Unternehmen wie FalconX, Sygnum Europe und Ronin EM. Auf der EMI-Seite wurde auch CACEIS, eine Tochtergesellschaft von Crédit Agricole, gelistet.
Länderbezogen verzeichneten Zypern, Frankreich, Italien und Malta jeweils sechs neue MiCA-Genehmigungen und führen damit das Feld an. Die Tschechische Republik und Spanien fügten jeweils vier Unternehmen hinzu, Luxemburg registrierte drei und die Niederlande zwei. Deutschland, Liechtenstein und Lettland begrüßten jeweils ein genehmigtes Krypto-Unternehmen.
Mit diesen neuen Registrierungen ist die Gesamtzahl der von Zypern autorisierten Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) auf 21 gestiegen. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin behält jedoch ihre Führung, da sie insgesamt 58 MiCA-Genehmigungen erteilt hat und damit die führende Behörde in der EU in diesem Bereich ist.
Trotz des Wachstums im MiCA-Register bemerkte die ESMA, dass es keine Aktualisierungen im Register für Emittenten von asset-referenzierten Token (ARTs) gab. Die Behörde stellte klar, dass es derzeit immer noch keine registrierten ART-Emittenten gibt.
Ebenso wurden keine Änderungen an der Liste der nicht konformen Unternehmen vorgenommen. Nach den neuesten Daten der ESMA umfasst diese Liste derzeit 162 Unternehmen.
Der Beitrag Standard Chartered sichert sich eine MiCA-Lizenz in Europa! Was bedeutet das für digitale Vermögenswerte? erschien zuerst auf COINTURK NEWS.


