Continental hat in den letzten Jahren Tausende von Stellenabbauten angekündigt. (EPA Images pic)
FRANKFURT: Der deutsche Autozulieferer Continental hat am Samstag einen Deal im Wert von 4 Milliarden Euro (4,6 Milliarden US-Dollar) zum Verkauf einer Division an eine US-Investitionsgruppe angekündigt, den neuesten Schritt im Rahmen einer großen Umstrukturierung.
Continental, das inmitten einer Krise in der gesamten europäischen Autoindustrie zu kämpfen hat, baut sein Geschäft ab, um sich auf sein traditionelles Reifengeschäft zu konzentrieren.
Laut einer Erklärung hat der Konzern eine Vereinbarung unterzeichnet, um seine Division ContiTech, die Kunststoff- und Gummiprodukte für Industriekunden herstellt, an die Private-Equity-Firma Lone Star Funds zu verkaufen.
Neben dem Verkaufspreis von 4 Milliarden Euro könnte Continental in den kommenden Jahren je nach Geschäftsentwicklung bis zu 250 Millionen Euro zusätzlich erhalten.
„Mit dem geplanten Verkauf von ContiTech schließt Continental seine strategische Neuausrichtung ab“, hieß es.
Der Deal soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
„Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf wird zur Schuldentilgung verwendet, während rund 2,5 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden“, fügte das Unternehmen hinzu.
Continental hat im vergangenen Jahr eine Division, die sich auf Autokomponenten wie Bremssysteme und Sensoren konzentriert, als eigenständiges Unternehmen namens Aumovio abgespalten.
Der Konzern hat in den letzten Jahren ebenso wie andere Autozulieferer und -hersteller in Deutschland Tausende von Stellenstreichungen angekündigt.
Die Branche sieht sich einer starken chinesischen Konkurrenz, einer schwachen Nachfrage in den wichtigsten Märkten und einem problematischen Umstieg auf Elektrofahrzeuge gegenüber.


