Galaxy Research Director Alex Thorn erklärte, dass die am Montag angekündigten Anpassungen im Kapitalmanagement von Strategy einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen darstellen, aber nicht bedeuten, dass strukturelle Probleme vollständig beseitigt wurden.
Laut Thorn geriet das auf Vorzugsaktien basierende „Digital Credit“-System von Strategy in den letzten Wochen erheblich unter Druck. Die Vorzugsaktien des Unternehmens mit dem Ticker-Symbol STRC fielen unter ihren Nennwert von 100 $ und erreichten am 26.06. ein Rekordtief von 71,25 $. Dieser Rückgang hat an den Märkten Fragen dazu aufgeworfen, wie Strategy die zunehmend hohen Dividenden für Vorzugsaktien zahlen wird.
Infolge dieser Entwicklungen kündigte Strategy einen neuen „Digital-Credit-Kapitalrahmen“ an. Der Plan umfasst eine vom Vorstand genehmigte Dollar-Reservepolitik, eine aktualisierte STRC-Dividendenpolitik, eine Genehmigung zum Rückkauf von Vorzugspapieren im Wert von 1 Milliarde $, eine Genehmigung zum Rückkauf von MSTR-Stammaktien im Wert von 1 Milliarde $ sowie einen Plan zur Monetarisierung von Bitcoin.
Das Unternehmen erhöhte zudem die annualisierte Dividendenrendite von STRC von 11,5 % auf 12 %. Der neue Satz gilt für halbjährliche Dividendenzahlungen am oder nach dem 01.07.
Nach den Ankündigungen stiegen die MSTR-Aktien am Montag um 12,6 % auf etwa 92,70 $, während STRC um 12,2 % auf rund 83,70 $ zulegte.
Thorn erklärte, dass die Maßnahmen von Strategy zwar logisch seien, die strukturellen Probleme des Unternehmens jedoch möglicherweise nicht dauerhaft lösen. Laut dem Analysten hält Strategy immer noch ein großes Portfolio an Vorzugsaktien und hat laufende Zahlungsverpflichtungen. Darüber hinaus hat das Unternehmen insgesamt 6,7 Milliarden $ an Wandelanleihen, die 2027 und 2028 fällig werden.
Thorn erklärte, dass die Hauptsorge des Marktes nicht ein Mangel an Assets bei Strategy sei, sondern die Frage, ob das Unternehmen über ausreichende Dollar-Liquidität verfüge, um Dividendenzahlungen zu leisten, ohne Bitcoin-Inhaber, MSTR-Stammaktionäre oder Vorzugsaktionäre zu schädigen.
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Laut Thorn hat das Unternehmen durch die Beschaffung von über 1 Milliarde $ in bar durch den Verkauf von Stammaktien, die Einführung einer Mindestbarreservenpolitik für 12 Monate und die Erhöhung der aktuellen Bardeckung auf etwa 17 Monate Zeit gewonnen.
Allerdings argumentierte Thorn, dass der umstrittenste Teil des Plans die Monetarisierung von Bitcoin sei. Er erklärte, dass diese Aussagen deutlich darauf hindeuteten, dass Strategy von Zeit zu Zeit Bitcoin verkaufen könnte, und ein solcher Schritt die langfristige Bitcoin-Investmentnarrative des Unternehmens schwächen könnte.
Thorn erklärte, dass die Identität von Strategy und die Prämie auf die MSTR-Aktie größtenteils auf der Narrative des Unternehmens einer langfristigen Bitcoin-Position basieren, weshalb er der Idee, Bitcoin zu verkaufen, nicht zugetan ist. Er merkte jedoch an, dass der Verkauf einer kleinen Menge Bitcoin vertretbar sein könnte, wenn er eine ungeordnete Spirale in der Kapitalstruktur verhindert, Vorzugsaktien erhält und das Warten auf bessere Marktbedingungen ermöglicht.
Laut Thorn sollte Strategy Wege erkunden, um Renditen aus Bitcoin-Assets zu erzielen, anstatt direkt Spot-Bitcoin zu verkaufen. Dies könnte die Vergabe von kleinen, isolierten Mengen an Bitcoin zu konservativen Konditionen oder die Erzielung von Gewinnen aus der Volatilität durch Optionsstrategien umfassen.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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