Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat ihr öffentliches Register der Krypto-Unternehmen aktualisiert, die gemäß der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union zugelassen sind. Nach dem Ende der Übergangsfrist wurden 37 weitere Krypto-Asset-Dienstleister in die Liste aufgenommen. Damit steigt die Zahl der Unternehmen mit offiziellen MiCA-Lizenzen in der gesamten EU von 244 am 26.06. auf 281.
Die neueste Aktualisierung unterstreicht die breitere Anwendung der MiCA-Vorschriften in ganz Europa. Die neuen Zulassungen ebnen den Weg für Unternehmen, Krypto-Dienstleistungen in Übereinstimmung mit den regionalen Vorschriften anzubieten. Zu den neu gelisteten Unternehmen gehören namhafte Adressen wie Standard Chartered, FalconX, Sygnum Europe, Ronin EM und CACEIS, der von der Crédit Agricole unterstützte Bereich für digitale Assets.
Standard Chartered erhielt am 25.06. seine MiCA-Zulassung von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde. Die globale Bankengruppe sicherte sich zudem eine Lizenz als E-Geld-Institut, die es ihr ermöglicht, E-Geld auszugeben und Zahlungsdienste auf dem europäischen Markt anzubieten. Als international anerkannte Bank ist Standard Chartered für seine Finanzdienstleistungen bekannt, die sich auf Firmenkunden konzentrieren.
Der neueste Schritt der Bank unterstreicht ihre fortlaufende Strategie, institutionelle Dienstleistungen für digitale Assets in Europa auszubauen. Die steigende Nachfrage nach regulierter Verwahrung, Zahlungen und Krypto-Dienstleistungen zieht große Finanzinstitute immer stärker in den MiCA-Rahmen.
Zypern hat in der neuesten Aktualisierung die meisten neuen MiCA-Zulassungen erteilt und sechs Krypto-Asset-Dienstleister zugelassen. Frankreich, Italien und Malta haben jeweils fünf neue Unternehmen hinzugefügt, während die Tschechische Republik und Spanien jeweils vier Zulassungen erteilten. Luxemburg genehmigte drei, die Niederlande zwei und Deutschland, Liechtenstein und Lettland haben jeweils ein neues Unternehmen lizenziert.
Trotz des starken Abschneidens Zyperns in dieser Runde bleibt Deutschland der führende Standort für MiCA-Lizenzen in der EU. Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bisher 58 Krypto-Unternehmen zugelassen. Die zypriotische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (CySEC) hat bisher insgesamt 21 MiCA-Lizenzen ausgestellt.
Nicht alle Segmente im ESMA-Register schreiten im gleichen Tempo voran. So gibt es beispielsweise in der Kategorie der asset-referenzierten Token derzeit keine zugelassenen Emittenten, was darauf hindeutet, dass noch kein Projekt die erforderlichen Genehmigungen in dieser Klasse erhalten hat.
Inzwischen bleibt die Liste der nicht konformen Unternehmen konstant bei 162. Das bedeutet, dass zwar die Zahl der zugelassenen Akteure steigt, es jedoch in Bezug auf als nicht konform eingestufte Unternehmen keine jüngsten Änderungen gab.
Die wachsende regulatorische Sicherheit in Europa spiegelt sich nun in der Art und Weise wider, wie große Branchenteilnehmer mit ihren Kunden kommunizieren. Binance beispielsweise hat seinen EU-Nutzern die Sicherheit ihrer Gelder zugesichert, da die neuen MiCA-Anforderungen in der gesamten Region in Kraft treten.
Der Beitrag Die Zahl der MiCA-lizenzierten Krypto-Unternehmen in der EU stieg nach 37 neuen Zulassungen auf 281 erschien zuerst auf COINTURK NEWS.


