KUALA LUMPUR, 08.07. — Anhaltender Juckreiz, trockene Haut und Rötungen werden oft als geringfügige Hautprobleme abgetan.
Für Ekzem-Patienten können diese Symptome jedoch zu einer langfristigen Belastung werden, die Schlaf, Arbeit, Lernen und sogar das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigt, wenn sie nicht richtig behandelt werden.
Dr. Kartini Farah Rahim, beratende Dermatologin am Avisena Specialist Hospital, sagte, dass Ekzeme mehr als nur eine Hauterkrankung sind.
Es ist eine chronische Krankheit, die die Lebensqualität eines Patienten erheblich beeinträchtigen kann, wenn die Symptome anhalten.
„Der Zustand wird ernst, wenn er über einen längeren Zeitraum anhält, den Schlaf und die Arbeit stört und das emotionale, körperliche und mentale Wohlbefinden einer Person beeinträchtigt“, sagte sie kürzlich in der Sendung Solusi Sihat von Bernama Radio.
Dr. Kartini sagte, dass Ekzeme bei Kindern häufig mit genetischen Faktoren verbunden sind, während Erwachsene die Erkrankung entwickeln können, nachdem sie bestimmten Substanzen wie Kosmetika, Chemikalien oder Seife ausgesetzt waren.
Sie sagte, dass Ekzeme auch häufig mit gewöhnlichem Juckreiz verwechselt werden, obwohl die beiden Zustände unterschiedliche Merkmale aufweisen und verschiedene Behandlungsansätze erfordern.
„Menschen mit Ekzemen entwickeln typischerweise trockene, rote und schuppige Haut. Übermäßiges Kratzen kann dazu führen, dass die Haut aufbricht und wund wird. Deshalb ist es wichtig, eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen, da andere Erkrankungen wie Pilzinfektionen ebenfalls schuppige Haut verursachen können, aber eine andere Behandlung erfordern“, sagte sie.
Dr. Kartini riet Personen, die trotz der Verwendung von Feuchtigkeitscremes oder rezeptfreien pharmazeutischen Produkten unter anhaltendem Juckreiz oder sich verschlechternden Hautzuständen leiden, einen Arzt aufzusuchen, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln.
„Nicht alle Ekzemfälle werden durch Nahrungsmittelallergien verursacht. Dieser Zusammenhang ist häufiger bei Säuglingen mit schwerem Ekzem, während nahrungsmittelbedingte Ekzeme bei Erwachsenen relativ selten sind. Die Diagnose kann durch Allergietests wie einen Haut-Pricktest oder einen IgE-Bluttest bestätigt werden“, sagte sie.
Laut Dr. Kartini erholen sich etwa 70 Prozent der Kinder mit Ekzemen bis zur Adoleszenz.
Die verbleibenden Patienten können die Erkrankung jedoch bis ins Erwachsenenalter hinein weiterhin erleben, insbesondere wenn sie weiterhin häufigen Auslösern wie Wasser, Seife und Chemikalien ausgesetzt sind.
„Erwachsene, insbesondere Hausfrauen, sind eher Ekzem-Auslösern ausgesetzt. Den Patienten wird geraten, den Kontakt mit Wasser und Seife zu minimieren, Pausen von Aktivitäten einzulegen, die den Zustand verschlimmern, und bei Haushaltsarbeiten, die Chemikalien beinhalten, Handschuhe zu tragen“, sagte sie.
Dr. Kartini forderte die Öffentlichkeit außerdem auf, beim Kauf von Ekzem-Behandlungen Vorsicht walten zu lassen, insbesondere bei Produkten, die in sozialen Medien beworben werden, da einige davon vermutlich nicht deklarierte Steroide enthalten, obwohl sie als natürliche Heilmittel beworben werden.
„Die längere Anwendung von hochdosierten Steroiden kann dazu führen, dass die Haut dünner wird. Wenn die Steroide mit den Augen in Berührung kommen, können sie zu Katarakten und Glaukom führen“, warnte sie.
Sie sagte, dass die regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes nach wie vor der Grundpfeiler der Ekzem-Behandlung ist, während sich die Nasswickel-Technik als wirksam zur Linderung von Juckreiz erwiesen hat, insbesondere bei Patienten mit schwerem Ekzem.
„Die Nasswickel-Methode hilft, die Hautfeuchtigkeit zu erhalten und gleichzeitig Entzündungen und Juckreiz zu reduzieren. Bei Säuglingen und Kleinkindern können auch ihre Hände oder Nägel gewickelt werden, um Hautverletzungen durch Kratzen zu verhindern“, sagte sie.
Gleichzeitig sagte Dr. Kartini, dass Fortschritte in der Medizintechnik Ekzem-Patienten durch die Verfügbarkeit sichererer und wirksamerer Behandlungsoptionen, einschließlich biologischer Injektionen, die keine regelmäßige Blutüberwachung mehr erfordern, wie es bei älteren Therapien notwendig war, neue Hoffnung gebracht haben. — Bernama


