EUR/USD setzt seine Verluste am Montag fort und rutscht wieder unter die psychologische Marke von 1,1500, da ein breit gefächerter stärkerer US-Dollar (USD) den Euro (EUR) unter Druck hält. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird das Paar nahe 1,1444 gehandelt und bleibt den fünften Tag in Folge in der Defensive.
Der Greenback zieht weiterhin Unterstützung aus der Risikoaversion, die durch anhaltende geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem US-Israel-Krieg mit dem Iran und dem daraus resultierenden Anstieg der Ölpreise angetrieben wird. Da globales Rohöl in US-Dollar notiert wird, tendieren steigende Ölpreise dazu, die Nachfrage nach dem USD zu steigern.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen verfolgt, wird um 100,54 gehandelt und bewegt sich nahe den Zehn-Monats-Hochs, die Anfang dieses Monats erreicht wurden.
Währenddessen sinken die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks, da Händler den geldpolitischen Ausblick neu bewerten. Zuvor hatten steigende Ölpreise die Erwartungen erhöht, dass Zentralbanken möglicherweise die Zinsen erhöhen müssten, um die Inflation einzudämmen, was Händler dazu veranlasste, potenzielle Zinserhöhungen in den großen Volkswirtschaften einzupreisen.
Der Fokus verlagert sich nun jedoch auf die Auswirkungen hoher Energiepreise auf das Wachstum, wobei Händler beginnen, frühere Erwartungen von Zinserhöhungen zurückzufahren.
In den Vereinigten Staaten erwarten Händler zunehmend, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bis 2026 stabil halten wird, nachdem sie zuvor eine fast 50%ige Chance auf höhere Kreditkosten bis Ende 2026 eingepreist hatten, laut dem CME FedWatch Tool.
Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass ein Ausblick auf länger höhere Zinsen und eskalierende Spannungen im Nahen Osten den US-Dollar fest unterstützen werden, was EUR/USD nach unten neigen lässt.
In Europa fahren Händler die Erwartungen einer unmittelbaren Zinserhöhung im April zurück, da die Wirtschaft der Eurozone aufgrund ihrer Abhängigkeit von Importen als anfälliger für steigende Energiekosten angesehen wird. Die Märkte preisen jedoch weiterhin etwa zwei Zinserhöhungen später in diesem Jahr ein.
Auf der Datenseite zeigten Deutschlands vorläufige Inflationsdaten für März einen Anstieg des Preisdrucks, was darauf hindeutet, dass die Inflation wieder zu steigen beginnt, wobei sich die Aufmerksamkeit nun auf die am Dienstag fälligen Eurozone-Daten richtet.
In den USA wird der Fokus auf dem ISM Manufacturing Purchasing Managers' Index (PMI) und dem Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht später in dieser Woche liegen.
US-Dollar-Preis heute
Die untenstehende Tabelle zeigt die prozentuale Änderung des US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Der US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischen Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,49% | 0,57% | -0,43% | 0,22% | 0,39% | 0,67% | 0,17% | |
| EUR | -0,49% | 0,07% | -0,90% | -0,26% | -0,06% | 0,18% | -0,33% | |
| GBP | -0,57% | -0,07% | -1,01% | -0,33% | -0,15% | 0,11% | -0,39% | |
| JPY | 0,43% | 0,90% | 1,01% | 0,66% | 0,84% | 1,10% | 0,59% | |
| CAD | -0,22% | 0,26% | 0,33% | -0,66% | 0,17% | 0,39% | -0,07% | |
| AUD | -0,39% | 0,06% | 0,15% | -0,84% | -0,17% | 0,26% | -0,23% | |
| NZD | -0,67% | -0,18% | -0,11% | -1,10% | -0,39% | -0,26% | -0,51% | |
| CHF | -0,17% | 0,33% | 0,39% | -0,59% | 0,07% | 0,23% | 0,51% |
Die Heatmap zeigt prozentuale Änderungen der Hauptwährungen untereinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum Japanischen Yen gehen, stellt die im Feld angezeigte prozentuale Änderung USD (Basis)/JPY (Kurs) dar.
Quelle: https://www.fxstreet.com/news/eur-usd-slips-to-two-week-lows-below-11500-as-usd-strengthens-202603301517




