PANews berichtete am 29. März, dass laut CoinDesk der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Washington, Nick Brown, eine Zivilklage gegen die Prognosemarkplattform Kalshi eingereicht hat. Er wirft ihr vor, gegen staatliche Glücksspiel- und Verbraucherschutzgesetze verstoßen zu haben, indem sie Wettdienste auf Ereignisse wie Sport, Wahlen und Krieg anbot. Die beim King County Superior Court eingereichte Klage zielt darauf ab, Kalshi den Betrieb in der Region zu verbieten, verlorene Gelder von Anwohnern zurückzufordern und zivilrechtliche Strafen zu verhängen. Dies ist eine weitere regulatorische Maßnahme, der das Unternehmen in letzter Zeit ausgesetzt war, wodurch es mittlerweile in mehr als 20 Zivilklagen verwickelt ist. Zuvor hatten Staatsanwälte aus Arizona strafrechtliche Anklage gegen das Unternehmen erhoben, was als erster Straffall gegen einen Prognosemarkt gilt.
Die Klage behauptet, dass Kalshis Werbung darauf hindeutete, dass Nutzer lokale Gesetze umgehen könnten, um an NFL-Wetten teilzunehmen, was auf einen „wissentlichen Verstoß" hinweist. Kalshi erwiderte jedoch, dass es sich um eine bundesstaatlich regulierte und konforme Handelsplattform handelt, bestritt das Angebot eines kriegsbezogenen Marktes und äußerte sich zuversichtlich, den Rechtsstreit zu gewinnen.

Bemerkenswert ist, dass Kalshi 2025 in die Sportwettenbranche eintrat und derzeit Produkte wie Handicap-Wetten, Over/Under-Wetten und Item-Wetten anbietet, was als nicht anders als traditionelle Wettgeschäfte kritisiert wurde. Darüber hinaus deckt seine Plattform auch Prognosen öffentlicher Ereignisse ab (wie Krankheitsfallzahlen und Aussagen politischer Persönlichkeiten), was die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden weiter auf sich zieht.
Auf Branchenebene sind Prognosemärkte auch aufgrund von hochdotierten Wettvorfällen mit Plattformen wie Polymarket unter die Lupe genommen worden. Währenddessen treibt der US-Kongress Gesetze voran, um Prognosemarktplattformen daran zu hindern, sich an Sportwetten zu beteiligen.


