Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC hat eine Nasdaq-Regeländerung genehmigt, um ein Pilotprogramm für den Handel mit tokenisierten Aktien zu starten, das es erstmals ermöglicht, qualifizierte Wertpapiere als Blockchain-basierte Token an einer großen amerikanischen Börse zu handeln und abzuwickeln.
Die Regeländerung, eingereicht als SR-NASDAQ-2025-072, etabliert einen kontrollierten Pilotversuch anstelle einer vollständigen Marktöffnung. Qualifizierte Vermögenswerte sind zunächst auf hochliquide Wertpapiere beschränkt, insbesondere Bestandteile des Russell 1000 Index und ETFs, die den S&P 500 und Nasdaq-100 abbilden. Dieser Umfang deckt einige der am aktivsten gehandelten Instrumente auf U.S.-Märkten ab, schließt jedoch bewusst kleinere oder weniger liquide Namen aus, bei denen eine tokenisierte Abwicklung zusätzliches Risiko einführen könnte.
Die Teilnahme ist auf DTC Eligible Participants gemäß der SEC-Einreichung beschränkt, was qualifizierte Makler und Finanzinstitute mit bestehendem Zugang zur Depository Trust Company bedeutet. Privatanleger haben unter der aktuellen Pilotstruktur keinen direkten Zugang zur tokenisierten Abwicklungsebene. Das Programm ist konzeptionell institutionell ausgerichtet.
Der betrieblich bedeutendste Aspekt der Genehmigung ist das einheitliche Handelsumfeld. Tokenisierte Aktien und traditionelle Aktien teilen sich dasselbe Orderbuch, denselben Preis und dasselbe Ticker-Symbol. Ein Käufer, der mit einem Bestandteil des Russell 1000 an der Nasdaq interagiert, wird keinen separaten tokenisierten Markt sehen. Er wird einen Markt mit einem optionalen Abwicklungsmechanismus sehen.
Tokenisierte Aktien behalten dieselbe CUSIP-Kennung bei und tragen identische Aktionärsrechte wie traditionelle Aktien, einschließlich Stimmrechten und Dividendenansprüchen. Diese Gleichwertigkeit ist nicht kosmetisch. Es bedeutet, dass Inhaber tokenisierter Aktien kein Derivat oder eine Quittung halten. Sie halten dasselbe Rechtsinstrument über eine andere Abwicklungsinfrastruktur.
Teilnehmer können sich für eine Blockchain-basierte Abwicklung in einem T+1-Zyklus entscheiden, die über die Depository Trust Company abgewickelt wird. Der T+1-Zeitrahmen entspricht dem aktuellen Standard-Abwicklungsfenster für U.S. Aktie, was bedeutet, dass der Pilot in seiner Anfangsphase keine schnellere Abwicklung einführt. Die DTC-Integration ist das bedeutendere Detail. Die Durchführung der tokenisierten Abwicklung über die bestehende DTC-Infrastruktur anstelle eines separaten Blockchain-Systems reduziert das Kontrahentenrisiko und hält den Piloten innerhalb des etablierten regulatorischen Rahmens.
Frühere Initiativen für tokenisierte Vermögenswerte in den USA haben in privaten oder genehmigungsbasierten Umgebungen außerhalb der traditionellen Börseninfrastruktur operiert. Diese Genehmigung platziert die tokenisierte Aktienabwicklung innerhalb der regulierten Marktstruktur von Nasdaq unter direkter SEC-Aufsicht. Diese Unterscheidung trennt sie von früheren Experimenten in Art, nicht nur im Grad.
Der Pilotumfang ist bewusst eng gehalten. Russell 1000-Bestandteile und große Index-ETFs sind der am wenigsten kontroverse verfügbare Ausgangspunkt. Sie tragen tiefe Liquidität, gut etablierte Preisfindung und institutionelle Vertrautheit. Wenn die Abwicklungsmechanik auf dieser Ebene ohne Zwischenfälle funktioniert, wird es einfacher, Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern gegenüber den Fall für die Erweiterung des qualifizierten Vermögensuniversums zu machen.
Was die Genehmigung nicht adressiert, ist der Zugang zu öffentlichen Blockchains, die Beteiligung von Privatanlegern oder grenzüberschreitende tokenisierte Abwicklung. Diese Fragen bleiben außerhalb des aktuellen Pilotumfangs. Die SEC hat die Infrastruktur für institutionelle tokenisierte Abwicklung innerhalb der bestehenden Marktarchitektur genehmigt. Der breitere On-Chain-Aktienmarkt ist ein separates und längeres Gespräch.
Der Beitrag Nasdaq erhält SEC-Genehmigung für tokenisierten Aktienhandel: U.S. Aktie gehen On-Chain erschien zuerst auf ETHNews.


