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Chinas CPI-Inflation im Juni verlangsamt sich auf 1,0 %, was wirtschaftliche Bedenken untermauert
Die Verbraucherpreisinflation in China hat sich im Juni stärker als erwartet verlangsamt, wobei der Verbraucherpreisindex (CPI) im Jahresvergleich um 1,0 % stieg, wie aus den am Montag vom Nationalen Amt für Statistik (NBS) veröffentlichten Daten hervorgeht. Dieser Wert blieb hinter der von Reuters befragten Ökonomen prognostizierten Rate von 1,1 % zurück und markierte eine Verlangsamung gegenüber dem im Mai verzeichneten Anstieg von 1,2 %.
Der schwächere Gesamtindex war größtenteils auf einen anhaltenden Rückgang der Lebensmittelpreise zurückzuführen, die im Jahresvergleich um 2,2 % fielen. Innerhalb dieser Kategorie sanken die Schweinefleischpreise, ein wesentlicher Bestandteil des chinesischen CPI-Warenkorbs, stark um 7,3 %, was eine Phase der Schwäche aufgrund des reichlichen Angebots verlängerte. Die Nicht-Lebensmittelinflation bot jedoch einige Unterstützung und stieg im Jahresvergleich um 1,4 %, getrieben durch höhere Kosten für Dienstleistungen und Energie.
Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Juni im Jahresvergleich um 0,6 %, unverändert gegenüber Mai. Diese anhaltende Schwäche der Kerninflation signalisiert, dass die zugrunde liegende Verbrauchernachfrage trotz der laufenden Bemühungen der Regierung, Ausgaben und die wirtschaftliche Erholung anzukurbeln, weiterhin verhalten bleibt.
Die CPI-Daten vom Juni tragen zu einer wachsenden Zahl von Beweisen bei, dass die postpandemische Erholung in China an Dynamik verliert. Obwohl das Land keine offene Deflation erlebt, bietet das sehr niedrige Inflationsumfeld der Volksbank von China (PBoC) ausreichend Spielraum, weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen umzusetzen, ohne Preisdruck zu erzeugen.
Ökonomen erwarten weitgehend, dass die PBoC in den kommenden Monaten die Leitzinsen senken oder den Mindestreservesatz (RRR) für Banken reduzieren wird, um Liquidität zuzuführen und die Kreditkosten zu senken. Die Zentralbank hat bereits Schritte zur Unterstützung der Wirtschaft unternommen, darunter eine moderate Senkung eines wichtigen Leitzinses im Juni. Die neuesten Inflationsdaten verstärken das Argument für aggressivere Maßnahmen zur Wiederbelebung der Inlandsnachfrage und zur Bekämpfung deflationärer Risiken.
Der unter den Erwartungen liegende CPI-Wert Chinas im Juni unterstreicht die fragile Lage der Verbrauchernachfrage und der breiteren wirtschaftlichen Erholung. Während der Gesamtindex positiv bleibt, weist die anhaltende Schwäche bei Kern- und Lebensmittelpreisen auf strukturelle Herausforderungen hin. Die Daten werden wahrscheinlich die Forderungen nach robusterer fiskalischer und geldpolitischer Unterstützung aus Peking in der zweiten Jahreshälfte verstärken, um Wachstum und Vertrauen zu stabilisieren.
F1: Was bedeutet eine CPI-Inflationsrate von 1,0 % für Chinas Wirtschaft?
Sie deutet auf sehr moderate Preiserhöhungen hin, die unter dem typischen Ziel der Zentralbank liegen. Obwohl es sich nicht um Deflation handelt, signalisiert sie eine schwache Verbrauchernachfrage und kann das Risiko einer deflationären Spirale erhöhen, wenn sie sich weiter verlangsamt.
F2: Wie schneidet Chinas CPI im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften ab?
Chinas Inflation ist deutlich niedriger als in vielen westlichen Volkswirtschaften wie den USA und der Eurozone, die mit höheren Inflationsraten zu kämpfen haben. Diese Divergenz gibt China mehr Flexibilität, die Geldpolitik zu lockern.
F3: Wie ist die Aussichten für Chinas Inflation für den Rest des Jahres?
Die meisten Analysten erwarten, dass die Inflation gedämpft bleibt und für den Rest des Jahres 2024 potenziell unter 1,5 % bleibt. Der Verlauf wird stark von der Wirksamkeit der staatlichen Konjunkturmaßnahmen und dem Tempo der wirtschaftlichen Erholung abhängen.
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