Die Goldpreise starteten gemischt in die Woche. Nach dem ersten Wochengewinn seit Mai drehte Gold am Montag die Richtung, als der Dollar sich erholte.
Spot-Gold fiel im frühen Montagshandel um 0,6 % auf 4.151,66 $ pro Unze. Gold-Futures sanken um 0,7 % auf 4.167,29 $ pro Unze.
Gold 26. Aug. (GC=F)
Letzte Woche sah es anders aus. Gold stieg um mehr als 2 %, die beste Woche seit Mitte Mai, angetrieben durch einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht.
Die Beschäftigungsdaten außerhalb der Landwirtschaft lagen am Donnerstag unter den Erwartungen. Dies veranlasste Händler, ihre Wetten darauf zu reduzieren, dass die Federal Reserve in diesem Jahr noch Spielraum für Zinserhöhungen hat.
Gold wirft keine Zinsen oder Dividenden ab. Wenn die Zinssätze steigen, werden Staatsanleihen im Vergleich zu Gold attraktiver, was die Nachfrage nach dem Metall dämpft.
Diese Dynamik hat Gold während des größten Teils dieses Jahres belastet und es deutlich unter die Rekordhochs gedrückt, die im Januar erreicht wurden.
Niedrigere Ölpreise stützten Gold auch in der letzten Woche. Ein Rückgang der Rohölpreise, angetrieben durch die Wiederaufnahme der Strömungen durch die Straße von Hormus und eine Produktionssteigerung der OPEC+, linderte die Inflationsängste.
Weniger Inflationsdruck bedeutet weniger Gründe für die Fed, die Zinsen zu erhöhen. Das ist generell positiv für Gold.
Am Montag stieg der Dollar-Index um 0,1 % und erholte sich von einem Tiefststand, der fast zwei Wochen zurücklag. Diese Erholung übte Druck auf die Goldpreise aus.
Der Greenback bleibt nahe an den 13-Monats-Hochs, die im Juni erreicht wurden. Die hartnäckige US-Inflation hält die Märkte im Unklaren darüber, wohin die Zinssätze sich entwickeln.
Analysten der Saxo Bank wiesen darauf hin, dass die Renditen kurzlaufender US-Staatsanleihen immer noch das Risiko einer Zinserhöhung später in diesem Jahr signalisieren. Sie sagten, dass eine weitere Lockerung dieser Erwartungen erforderlich sei, um die Goldpreise zu stützen.
Auch andere Edelmetalle gaben am Montag nach. Spot-Silber fiel um 1,1 % auf 61,74 $ pro Unze. Spot-Platin sank um 0,4 % auf 1.635,31 $ pro Unze.
Die Märkte achten auch auf Inflationsdruck durch die künstliche Intelligenz und steigende globale Temperaturen, was beides die Preise in die Höhe treiben könnte.
Die Währungshüter der Fed signalisierten auf ihrer Sitzung im Juni, dass die hartnäckige Inflation in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung erfordern könnte.
Das Protokoll dieser Juni-Sitzung soll diese Woche veröffentlicht werden. Händler achten genau auf Hinweise auf die nächsten Schritte der Fed und was diese für Gold bedeuten könnten.
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