KUALA LUMPUR, 06.07. — Malaysia verzeichnete zwischen Januar und März dieses Jahres landesweit 18 Fälle von Babyaussetzung, verglichen mit 72 im gesamten Jahr 2025 gemeldeten Fällen, teilte die stellvertretende Ministerin für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung, Lim Hui Ying, heute dem Parlament mit.
Laut Astro Awani entfielen nach Lims Angaben 10 der 18 gemeldeten Fälle auf Selangor, gefolgt von Sabah und Penang mit jeweils zwei Fällen. Johor, Negeri Sembilan, Perak und Sarawak verzeichneten jeweils einen Fall.
Sie fügte hinzu, dass alle Babys, die in die von der Sozialwohlfahrtsbehörde (JKM) bearbeiteten Fälle involviert waren, in Sicherheit seien.
„Bei der Bekämpfung des Problems der Babyaussetzung setzt das Ministerium für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung über seine Agenturen, nämlich die Sozialwohlfahrtsbehörde (JKM) und das Nationale Amt für Bevölkerung und Familienentwicklung (LPPKN), verschiedene Ansätze um, die Prävention, Schutz und Intervention abdecken“, sagte Lim während der Fragestunde im Dewan Rakyat.
Sie antwortete auf die Abgeordnete von Kepala Batas, Mastura Muhammad, die Statistiken über Fehlgeburten und Babyaussetzungen nach Bundesstaaten sowie die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Problems angefordert hatte.
Lim sagte, dass jedes gefundene oder gerettete Baby gemäß dem Kindergesetz 2001 sofort unter Schutz gestellt werde.
Sie sagte, dass ausgesetzte Babys als Kinder eingestuft werden können, die Pflege und Schutz benötigen, was den Behörden ermöglicht, Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich vorübergehender Unterbringung oder der Beantragung von Schutzanordnungen beim Kindergericht.
Sie fügte hinzu, dass die JKM auch Fallmanagementdienste, Beratung, psychosoziale Unterstützung und Familieninterventionsprogramme anbietet, die darauf abzielen, das Risiko von Vernachlässigung und Babyaussetzung zu verringern.
Lim sagte, das Ministerium werde die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, der Königlichen Malaysischen Polizei, dem Bildungsministerium, der Abteilung für Islamische Entwicklung Malaysias (Jakim), anderen Regierungsbehörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen weiter stärken, um die Faktoren zu bekämpfen, die zur Babyaussetzung beitragen.
Als Antwort auf eine Zusatzfrage sagte Lim, die Regierung habe keine spezifischen Daten über die Zahl der privaten Kliniken, die landesweit angeblich illegale Abtreibungen durchführen.
Sie fügte hinzu, dass alle von der Öffentlichkeit erhaltenen Informationen oder Beschwerden bezüglich solcher Anschuldigungen untersucht und entsprechende Maßnahmen nach den geltenden Gesetzen ergriffen würden.


