Solanas Mitgründer warnt, dass Ethereums Layer-2-Lösungen durch Quantentechnologie gefährdet sein könnten.Solanas Mitgründer warnt, dass Ethereums Layer-2-Lösungen durch Quantentechnologie gefährdet sein könnten.

Ethereum L2-Sicherheit hinterfragt, während Solana quantenresistente Technologie vorantreibt

2026/05/03 08:49
4 Min. Lesezeit
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Der CEO von Solana Labs und Visionär hinter der Solana-Blockchain, Anatoly Yakovenko, hat eine neue Perspektive darauf geboten, wie Quantentechnologie die Blockchain-Sicherheit bedroht. Dies kommt kurz nachdem Solana eine Technologie entwickelt hat, die zukünftigen Quantenbedrohungen standhalten kann.

In einem Beitrag auf X vom 02.05.2026 stellte Yakovenko fest: „Ethereum L2s sind nicht quantensicher; gebt alle Hoffnung auf." Analysten merkten an, dass die Aussage bedeutsam sei, da Bitcoin vergleichbaren Quantenbedrohungen ausgesetzt ist.

Ethereum L2 security questioned as Solana pushes quantum-resistant tech

Am 27.04. teilte die Solana Foundation eine Website-Seite mit, die Nutzer darüber informiert, dass Solana einen entscheidenden Fortschritt in der Post-Quanten-Kryptographie erzielt hat. Anza und Firedancer, die führenden technischen Teams, wählten das Falcon-Digitalsignaturschema für Post-Quanten-Sicherheit. Die ersten Implementierungen wurden abgeschlossen und sind nun auf GitHub verfügbar. 

Zu diesem Zeitpunkt sagen Kritiker, dass die von Ethereum Layer 2 verwendeten Sicherheitsmethoden nicht stark genug gegen fortgeschrittene Quantencomputer sein werden. Sie enthüllten, dass die meisten L2-System-Nutzerwallets die secp256k1-Kurve verwenden und stark auf den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) angewiesen sind.

Unsicherheit umgibt die Zukunft der Blockchain, während sich Quantenbedrohungen intensivieren 

Wenn eine Transaktion übertragen wird, werden die beteiligten öffentlichen Schlüssel für jeden auf der Blockchain sichtbar. Diese Schlüssel könnten anfällig für zukünftige kryptografische Angriffe sein, da Quantencomputing die aktuelle Verschlüsselung untergräbt.

Yakovenko warnte, dass ein solcher Vorfall zu einer „Jetzt ernten, später entschlüsseln"-Bedrohung führen könnte. Dabei verschafft sich ein Angreifer Zugang zu aktuellen Transaktionsdaten und speichert sie für die spätere Entschlüsselung mit Shors Algorithmus auf einem Quantencomputer. Diese Technologie könnte es Hackern ermöglichen, private Schlüssel zusammenzusetzen und unrechtmäßig auf Gelder zuzugreifen.

Laut Tech-Experten verdeutlicht die Diskussion über Quantensicherheit eine breitere Branchenvulnerabilität, die weit über Ethereum Layer 2-Systeme hinausgeht. Zum Beispiel verwenden Ethereum und Solana, wichtige Blockchains, elliptische Kurvenkryptographie zur Validierung von Transaktionen. 

Theoretisch könnten bekannte Algorithmen leistungsstarken Quantencomputern ermöglichen, diese kryptografischen Systeme zu kompromittieren.

Dennoch ist diese Schwachstelle in fast allen Blockchains inhärent. Analysten argumentieren, dass es eher ein langfristiges Problem als eine unmittelbare Bedrohung ist.

Da Layer-2-Lösungen auf denselben kryptografischen Grundlagen wie ihre Hauptchains basieren, erben sie dieselben Schwachstellen. Daher stellt das Erreichen von Quantenresistenz eine branchenweite Herausforderung dar.

Yakovenko identifizierte Probleme mit dem wirtschaftlichen Design von Layer-2-Lösungen. Ihm zufolge fragmentieren zu viele Rollups die Liquidität und zersplittern Nutzergemeinschaften.

Diese Aufspaltung könnte Netzwerkeffekte schwächen und Transaktionseinnahmen von der Hauptschicht ablenken. Kritiker argumentierten, dass Layer-2-Skalierung die Leistung steigert, aber die wirtschaftliche Ausrichtung im breiteren Ökosystem behindert.

Befürworter des Ethereum-Ökosystems hingegen haben sich für die Layer-2-Expansion als Notwendigkeit für langfristiges Wachstum ausgesprochen. Sie akzeptieren, dass dies unmittelbare, kurzfristige Probleme verursachen kann.

Diese Debatte entsteht, während Blockchain-Entwickler Post-Quanten-Kryptographie-Lösungen erkunden. Ethereum-Forscher begannen damit, neue Signaturmethoden zu testen, die zukünftigen Quantenrisiken standhalten sollen.

Dennoch stellt die Aktualisierung eines aktiven Netzwerks auf neue kryptografische Standards erhebliche technische Herausforderungen dar. Die enormen Daten- und Rechenanforderungen dieser neuen Lösungen behindern ihre großflächige Einführung.

Die Weiterentwicklung dezentraler kryptografischer Systeme erfordert auch sorgfältige Planung, um Netzwerkunterbrechungen zu verhindern und die Sicherheitsintegrität aufrechtzuerhalten.

Solana festigt seine Position als zukünftiger Marktführer in der Blockchain-Sicherheit

Die Solana Foundation skizzierte eine schrittweise Initiative zur Umstellung ihres Netzwerks auf Post-Quanten-Kryptographie. Der Plan beschrieb, wie Fortschritte implementiert werden würden, wenn sich das Quantencomputing zu einer praktischen Cybersicherheitsbedrohung entwickelt.

Die Foundation teilte einen offiziellen Blogbeitrag mit, in dem es heißt: „Die Roadmap konzentriert sich auf schrittweise Änderungen, beginnend mit Forschung und Aktualisierungen auf Wallet-Ebene anstelle von sofortigen Änderungen am Protokoll." Dieser Ansatz spiegelt die Ansicht wider, dass Quantenrisiken noch nicht dringend sind.

Die Solana-Client-Entwicklungsteams Anza und Firedancer erstellten und etablierten frühe Versionen von Falcon, einem Post-Quanten-Digitalsignaturalgorithmus. Dieser Schritt demonstriert technische Übereinstimmung bei potenziellen Netzwerktransitionsstrategien.

Laut dem Team unterstützt die Einführung von Falcon ihr Ziel, kleine Signaturen und hohen Durchsatz beizubehalten, die beide entscheidend für Solanas leistungsorientierte Architektur sind.

Trotz dieses Fortschritts wird die Foundation keine sofortigen Änderungen am Netzwerk vornehmen. Stattdessen haben sie ihre Roadmap phasenweise gestaltet, um sie an die Fortschritte in der Quantentechnologie anzupassen.

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