Krypto-Analyst Caleb Franzen hat eine umfassende Einschätzung der jüngsten Kursbewegungen von Bitcoin geteilt. Laut Franzen unterscheidet sich der aktuelle bullische Versuch zwar in einigen Aspekten von den gescheiterten Breakout-Versuchen im Januar 2026, doch sei es noch zu früh zu sagen, dass ein neuer Bullenmarkt begonnen hat.
Franzen wies darauf hin, dass der erste nennenswerte Unterschied in der technischen Struktur die Qualität des Breakouts sei. Mit Verweis auf den bullischen Versuch vom Januar 2026, der schnell scheiterte, erklärte der Analyst, dass Bitcoin in der aktuellen Situation Widerstand in Unterstützung verwandelt und im Vergleich zu Mitte April ein höheres Hoch gebildet hat. Er argumentierte, dass diese Entwicklung ein „konstruktives" Signal sei.
Franzen betonte auch die Bedeutung des Zeitfaktors und erklärte, dass die vorherige Kurserholung nach dem Tief vom November 2025 54 Tage dauerte, während die aktuelle Rally seit 78 Tagen andauert. Obwohl diese verlängerte Dauer als positive Entwicklung gilt, reicht sie allein nicht aus, um eine Trendwende zu bestätigen.
Der Analyst hob insbesondere die exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) hervor. Franzen stellte fest, dass das Überkreuzen des 21-Tage-EMA über den 55-Tage-EMA eine beispiellose Entwicklung sei, und erklärte, dass diese Bänder (21-55-100 EMA) nun als kritische Unterstützungsniveaus beobachtet werden sollten. Er fügte hinzu, dass das Halten dieser Niveaus bei einem potenziellen Markt-Rückgang für ein bullisches Szenario entscheidend wäre.
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Andererseits wurde festgestellt, dass einige wichtige Indikatoren weiterhin einen schwachen Ausblick aufrechterhalten. Franzen erklärte, dass die 100- und 200-Tage-EMA-Bänder nach wie vor eine starke Widerstandszone darstellen könnten, und betonte, dass die wöchentliche EMA-Struktur ebenfalls auf einen Abwärtstrend hindeutet. Die Tatsache, dass kurzfristige Durchschnitte unter langfristigen Durchschnitten verbleiben, zeigt, dass sich der Markt noch in einem bärischen Zustand befindet.
Franzen bemerkte auch, dass die Jahresrendite von Bitcoin derzeit bei rund -18 % liegt, was eine Fortsetzung des Abwärtstrends anzeigt. Laut dem Analysten zeigt das Verbleiben unterhalb der 2-Tage-200-Tage-Moving-Average-Wolke, einem der wichtigsten Indikatoren, dass der Bärenmarkt noch nicht vorbei ist. Er erinnerte daran, dass historisch gesehen ein Ausbruch über dieses Niveau den Beginn eines neuen Bullentrends bestätigt hat.
Abschließend räumte Franzen zwar ein, dass die jüngsten Kursbewegungen positive Signale enthalten, erklärte jedoch, dass der Gesamtausblick weiterhin zur Vorsicht mahnt.
Er glaubt jedoch, dass der aktuelle Anstieg höchstwahrscheinlich eine „Erholungsrally" ist und dass der Bärenmarkt weitergeht, bis das Gegenteil bewiesen ist.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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