Die Nachricht, dass die Trump-Regierung plant, Einwanderern, die ihre politischen Meinungen äußern, Green Cards zu verweigern, lässt Kommentatoren Alarm schlagen.
Journalist Hamed Aleaziz berichtete am Samstag, dass Migranten von der Trump-Regierung Green Cards verweigert werden, wenn sie an pro-palästinensischen Campus-Protesten teilgenommen, Israel online kritisiert oder eine amerikanische Flagge geschändet haben.

Der Bericht löste in den sozialen Medien Empörung aus.
„Das ist unamerikanisch. Republikanischer Faschismus ist unamerikanisch", schrieb der Bluesky-Account John Pettus. „Wir müssen diese Faschisten durch Strafverfolgung für Verbrechen und Ächtung wegen Unmoral aus dem öffentlichen Leben vertreiben."
„Jede einzelne dieser Handlungen – Protestieren, Posten, Schänden der Flagge – ist durch den Ersten Zusatzartikel geschützt", schrieb der Bluesky-Account Two Arrows. Andere Accounts sahen den Schritt ebenfalls als Angriff auf die Redefreiheit.
„Was die Regierung der Vereinigten Staaten tut, verstößt eindeutig gegen die Verfassung, der sie rechtlich verpflichtet ist zu folgen", schrieb Autor Jón Frímann. „Nur illegale Regierungen befolgen die grundlegenden Gesetze ihres eigenen Landes nicht. Ich hoffe, dass die Bürger der Vereinigten Staaten diese Situation beheben können."
Andere sahen es als übermäßig restriktive Einwanderungsanforderungen. Autor Patrick Chovanec argumentierte: „Wenn Sie nicht in terroristische Aktivitäten verwickelt sind, sind Ihre Ansichten zu Israel oder einem anderen Verbündeten meiner Meinung nach für Ihren Einwanderungsstatus irrelevant. Es gibt viele Iren, die keine Zuneigung für das Vereinigte Königreich hegen."
Einwanderungsanwältin Elissa Taub beschrieb, wie die Anforderung ihre Arbeit erschweren und sie dazu zwingen wird, ihren Mandanten zu sagen, dass sie „nichts auch nur entfernt Kritisches" über Israel oder das Judentum sagen dürfen.
„Als jüdische Einwanderungsanwältin weiß ich nicht einmal, wie ich damit umgehen soll. Es erschöpft mich", schrieb Taub. „Wie beantworte ich die Fragen meiner Mandanten zu dieser Politik, ohne völlig eigennützig oder schlimmer noch, voreingenommen zu klingen?"


