Die russischen Behörden werden Kryptowährungs-Börsen mit Bargeld im Rahmen eines neuen Regulierungsvorschlags verbieten. Die Zentralbank bestätigte, dass alle Krypto-Transaktionen im Rahmen des kommenden Regelwerks bargeldlose Methoden verwenden müssen. Die Gesetzgeber erwarten die Verabschiedung der Gesetzgebung vor dem 01.07.2026, während die Behörden die Aufsicht über digitale Vermögensströme verschärfen.
Die Zentralbank Russlands wird verlangen, dass alle Kryptowährungs-Börsen über bargeldlose Transaktionen arbeiten. Vladimir Chistyukhin, Erster stellvertretender Vorsitzender der Bank, bestätigte die Beschränkung während eines Interviews mit RBC Radio. Er sagte, die Behörden benötigen die Maßnahme, um die Aufsicht über digitale Finanzströme zu stärken.

Chistyukhin erklärte, dass die Umwandlung von Kryptowährung in physische Banknoten „in Russland nicht funktionieren wird". Er erläuterte, dass die Regulierungsbehörden eine Transparenz ähnlich dem Wertpapierhandelssystem wünschen. Die Behörden reichten den Gesetzesentwurf als Teil eines umfassenderen Regulierungspakets bei der Staatsduma ein.
Das vorgeschlagene Gesetz mit dem Titel „Über digitale Währung und digitale Rechte" wird landesweit kryptobezogene Aktivitäten regulieren. Die Zentralbank und das Finanzministerium entwickelten das Rahmenwerk gemeinsam. Die Behörden beabsichtigen, eine inländische Infrastruktur aufzubauen, einschließlich Börsen und digitaler Verwahrstellen.
Beamte schätzen, dass russische Einwohner täglich Krypto-Transaktionen im Wert von etwa 50 Milliarden Rubel oder über 600 Millionen US-Dollar durchführen. Die Regierung strebt an, diese Ströme im Rahmen des neuen Systems zu legalisieren und zu überwachen. Die Gesetzgeber müssen die Maßnahmen vor der Frist im Juli 2026 verabschieden und durchsetzen.
Die Regulierungsbehörden werden ein Lizenzierungssystem für Krypto-Marktteilnehmer einführen, die in Russland tätig sind. Chistyukhin beschrieb die Lizenz als einfach und für qualifizierte Antragsteller zugänglich. Er räumte jedoch ein, dass Unternehmen mit zusätzlichen Compliance-Kosten konfrontiert werden.
Die Behörden werden bestehenden Plattformen eine Übergangszeit gewähren, um die regulatorischen Standards zu erfüllen. Unternehmen, die keine Lizenzen erhalten, werden mit Durchsetzungsmaßnahmen konfrontiert. Chistyukhin erklärte, dass die Behörden diejenigen, die ohne Genehmigung operieren, „streng bestrafen" werden.
Lizenzierte Börsen werden zunächst Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Tether (USDT) unterstützen. Die Zentralbank behält sich die Befugnis vor, die Liste der genehmigten Vermögenswerte zu erweitern. Die Beamten werden in der Anfangsphase die liquidesten Kryptowährungen priorisieren.
Bei der Zentralbank registrierte digitale Verwahrstellen werden Aufzeichnungen über Kundenrechte führen. Diese Einheiten müssen als russische juristische Personen tätig sein. Die Behörden werden Überweisungen zwischen verwahrten und nicht verwahrten Wallets einschränken.
Chistyukhin bekräftigte, dass Kryptowährungen innerhalb Russlands nicht als Zahlungsmittel dienen können. Die Behörden werden jedoch Überweisungen ins Ausland unter Verwahrungsbedingungen gestatten. Russische Bürger müssen ihre Krypto-Bestände gemäß den neuen Regeln dem Föderalen Steuerdienst melden.
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