Die neueste Studie von Charles Schwab zu digitalen Vermögenswerten argumentiert, dass der Platz von Kryptowährungen in einem Portfolio weniger von Renditevorhersagen abhängt und mehr davon, wie viel Risiko ein Anleger bereit ist einzugehen.
Der Bericht beschreibt Bitcoin BTC$68.662,96 und Ether (ETH) als hochvolatile Vermögenswerte, die schnell das Risikoprofil eines Portfolios verändern können. „Jede Allokation in Kryptowährung wird wahrscheinlich die Volatilität eines Portfolios erhöhen", schreibt Schwab und verweist auf scharfe historische Schwankungen bei beiden Vermögenswerten. Bitcoin und Ether haben jeweils in vergangenen Zyklen Rückgänge von mehr als 70% erlitten, was typische Rückgänge bei Aktien oder Anleihen bei weitem übertrifft.
Aufgrund dieser Volatilität können selbst kleine Allokationen einen überproportionalen Effekt haben. Schwab stellt fest, dass bereits ein niedriger einstelliger Prozentsatz in Krypto einen bedeutenden Anteil am Gesamtportfoliorisiko ausmachen kann. In einigen Fällen können Allokationen von nur 1% bis 3% das Verhalten eines Portfolios während Marktstress erheblich verändern.
Der Bericht skizziert zwei gängige Ansätze zur Hinzufügung von Krypto-Exposure. Der erste folgt der traditionellen Portfoliotheorie, bei der Allokationen von erwarteten Renditen, Volatilität und Korrelationen abhängen. Aber Schwab hebt eine wichtige Schwäche hervor: Die Annahmen über Krypto-Renditen variieren unter Anlegern stark.
„Unsere Studie legt nahe, dass Kryptowährungen möglicherweise keine ausreichend große risikoadjustierte Rendite bieten, um eine bedeutende Allokation zu rechtfertigen, wenn die Renditeerwartungen unter 10% liegen, selbst für einen aggressiven Anleger", heißt es im Bericht. Das macht Portfolio-Ergebnisse hochgradig empfindlich gegenüber subjektiven Prognosen. Eine bescheidene Änderung bei den erwarteten Renditen kann zu großen Schwankungen bei der empfohlenen Allokation führen.
Die zweite Methode konzentriert sich auf Risikobudgetierung. Anstatt Renditen zu erraten, entscheiden Anleger, wie viel vom Gesamtportfoliorisiko Krypto beitragen soll. Dieser Ansatz verlagert die Diskussion von Performance zu Toleranz. Dennoch warnt Schwab, dass die Volatilität von Krypto die Erwartungen überschreiten kann, selbst innerhalb eines definierten Risikobudgets.
„Es gibt keine 'korrekte' Allokation für Kryptowährungen, und wir glauben, dass die Entscheidung weitgehend eine persönliche ist", stellt der Bericht fest. Faktoren wie Anlagehorizont, Vertrautheit mit digitalen Vermögenswerten und Verlustkapazität spielen alle eine Rolle.
Das Unternehmen betont auch, dass Krypto eine spekulative Investition bleibt. „Kryptowährungen und kryptobezogene Produkte sind nicht für jeden geeignet", schreibt Schwab und nennt Risiken wie Illiquidität, Diebstahl und Betrug. Es kann Diversifikation und das Potenzial für höhere Renditen bieten, aber es verhält sich eher wie eine risikoreiche Satellitenposition als eine Kernallokation, so das Fazit des Berichts.
Quelle: https://www.coindesk.com/business/2026/04/07/your-crypto-strategy-should-be-about-how-much-pain-you-can-handle-not-how-much-money-you-ll-make-schwab-finds








